De Inhaolt
Menschk, is datt’n Liäbn: Muorns upstaohn, aoms nao’n Bedde gaohn un tüschkendüör so’n bietken den Hushaolt besuorgen. Datt kann jedereen – doa is sick Karl Kolthoff sieker. He hät daogiegen sien Krüß Dagg för Dagg bie de Bahn to driägen – un datt acht Stunnen an een Stück. Dao is he aoms möde, wenn he nao Hus trüggkümp, un hät sick sienen Siälenfriäden verdeint.. Dann läöt he sick auck ganz gern maol von siene Frau Käthe bedeinen – de döt ja doch den heelen Dagg lang nix äs män dat bietken Hushaolt.
Bi Kolthoff hät daorüm auck de technischke Entwicklung nich methaolen: ’N Stoffsuger gifft’t nich, sägg Karl, Käthe hät Tied genog üm den Teppich uttokloppen. ’N Iesschapp gift’t nich, sägg Karl, Käthe hät Tied genog üm dat Fleischk intokuoken. Un Versiekerungen gift’t nich, sägg Karl, de kost män bloß Geld.
Ja, un dann kümp de Dagg, äs de Schoolmester Böllmann met sien Auto Käthe up de Straot anfüört. De Doktorsche wiest iär in’t Krankenhus in und för Karl bedütt dat’n ganz niet Liäbn: Kieneen de em dat Iäten kuokt, kieneen de em de Wäöschk praot mäk, kieneen de em dat Radio anstellt. Nu kann he sick sölwst davon üöwertügen, wu licht em „so’n bietken Hushaolt“ düör de Hänne geiht. Aower wat he auck anpäck, alls löpp nich so äs he dat gern här...
Viel Plasseer!
Der Inhalt
Mensch, ist das ein Leben: Morgens aufstehen, abends zu Bett gehen und zwischendurch ein wenig den Haushalt erledigen. Das kein jeder – da ist sich Karl Kolthoff sicher. Er dagegen hat sein Kreuz Tag für Tag bei der Bahn zu tragen – und das acht Stunden am Stück. Da ist er abends müde, wenn er nach Hause zurückkommt, und hat seinen Seelenfrieden verdient. Dann lässt er sich auch ganz gern einmal von seiner Frau Käthe bedienen – die tut ja doch den ganzen Tag nichts als bloß das bisschen Haushalt.
Bei Kolthoffs hat daher auch der technische Fortschritt nicht mitgehalten: Einen Staubsauger gibt es nicht, meint Karl, Käthe habe Zeit genug, um den Teppich auszuklopfen. Eine Gefriertruhe gibt es nicht, meint Karl, Käthe hat Zeit genug, um das Fleisch einzukochen. Und Versicherungen gibt es nicht, meint Karl, die kosten eh bloß Geld.
Ja und dann kommt der Tag, an dem der Lehrer Böllmann mit seinem Auto Käthe auf der Straße anfährt. Die Ärztin weist sie ins Krankenhaus ein, und für Karl bedeutet das ein ganz neues Leben: Niemand kocht ihm das Essen, niemand bereitet ihm die Wäsche, niemand stellt für ihn das Radio ein. Jetzt kann er sich selbst davon überzeugen, wie leicht ihm „so’n bietken Hushaolt“ von der Hand geht. Aber was er auch anfasst, alles läuft nicht so, wie er das gern hätte...
Viel Vergnügen!
Karl Kolthoff..............................Rolf Nettebrock
Käthe Kolthoff....................Barbara Schürmann
Elke Kolthoff..............................Katrin Reuscher
Fritz Kolthoff..............................Stefan Benning
Mario Fangetti........................Thomas Spielbrink
Hiärm Prümers...............................Ralf Westhues
Meta Prümers........................................Anne Quas
Heine Hemker..........................Markus Suermann
Bernhard Märtens...............Matthias Steinhoff
Frau Dr. Albers..............................Marion Leifert
Herr Böllmann.................................Klemens Witte
Vöörsägger............................................Udo Reher
Maske..........................................Jane Poppenborg
Bühnenbau und Technik...Matthias Linnemann